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Die Darm-Reinigung nach Dr. med F.X. Mayr
Die Mayr-Kur ist eine Entschlackungs, -Entsäuerungs, -und Regenerationskur für den gesamten Organismus, also eine Basisbehandlung der verschiedensten Krankheiten. Durch die Regeneration des gesamten Stoffwechsels kommt es zu einer Stoffwechselharmonisierung und damit zu einer neuen Chance für viele (auch chronisch) Kranke. Sie ist aber auch für den sich gesund fühlenden Menschen nicht nur eine äußerst wohltuende, sondern vor allem eine der besten krankheitsvorbeugenden Maßnahmen.

Mayr-Kuren in der ambulanten Praxis
Ambulante Mayr-Kuren haben gegenüber stationären den Vorteil, dass sie in den normalen Arbeits- und Berufsalltag eingebettet sind. Erfahrungsgemäß werden auch mehr von den während der Kur durchgeführten Maßnahmen nach Abschluss beibehalten. Das gilt besonders für Zusatzmaßnahmen wie Trockenbürsten, Atemschulung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, das Einhalten der Pausen zwischen den Mahlzeiten sowie vor allem für das wohl Wichtigste: Gutes und langsames Kauen auch nach der Kur, da sonst der Erfolg allzuschnell verloren geht.
Auch bei der ambulanten Mayr-Kur spielt die Bauchmassage eine wichtige Rolle. Durch zarte, tastende Massage des Bauches wird in wohldosierter Weise der Darm auf bessere Leistung geschult, seine Durchblutung gefördert sowie die Verdauungstätigkeit auf schonende Weise angeregt. Diese Schulung des Darmes ist nur eines der Grundprinzipien der Kur, ebenso wichtig ist seine Säuberung und Schonung. Morgens wird mildes salinisches Wasser verabreicht.
Es wäre aber falsch anzunehmen, dass man damit in wenigen Tagen den Darm von den rückgestauten Inhaltsresten und Schmutzstoffen befreit. Die Säuberung des Darmes als Teil des lebendigen Organismus ist nämlich nicht etwas Mechanisches wie etwa das Putzen einer Röhre. Sie erfolgt nur bei voller Funktionsfähigkeit aller Verdauungsleistungen und geht Hand in Hand mit der Ertüchtigung seiner Funktion. Seine Verschmutzung ist stets ein Zeichen von Leistungsschwäche. Ein schlaffer, kraftloser Darm kann sich nicht säubern. Abführmittel, die den schlaffen und verschmutzten Darm wohl im Augenblick zwingen, sich zu entleeren, machen ihn nicht leistungsfähiger. Im Gegenteil, nach diesem erzwungenen Einsatz seiner ohnehin spärlichen Kräfte wird er immer schlaffer und weiter, um nach kurzer Zeit noch mehr faulenden und gärenden Inhalt zu beherbergen als vorher.
Das salinische Wasser, das während der Kur verabreicht wird, darf nur so dosiert sein, dass keine Reizwirkung auf den Darm ausgeübt wird. Dabei häufig auftretende Durchfälle haben einen natürlichen Grund: Durch die Berieselung mit salinischem Wasser lösen sich nämlich die als Beläge an den Darmwänden haftenden Schmutzstoffe, vorwiegend Rückstände früherer Mahlzeiten. Die darin gebundenen und bisher unwirksamen Reizstoffe werden frei und entfalten eine mehr oder weniger stark abführende Wirkung. Mit dem milden salinischem Wasser führen wir also kein Abführmittel zu, sondern mobilisieren und aktivieren nur die ohnehin schon im Darm befindlichen Reizstoffe zu seiner so notwendigen Entlastung. Zur Schonung der Verdauungsorgane ist Nahrungsenthaltung (Diät) das souveränste Mittel.
Die Therapie nach F.X. Mayr stellt eine individuell dosierbare Diät dar. Am bekanntesten ist die Milch-Brötchen-Diät. Dabei werden altbackene Semmelscheiben verkaut und mit Milch eingespeichelt. Gerade dadurch unterscheidet sich die Mayr-Kur von anderen Fastenkuren: Man lernt durch entsprechende Kauschulung wieder die richtige Beziehung zur Nahrung zu finden, was überaus wichtig ist. Als zusätzliche Kurmaßnahme haben sich Körpermassagen und Leibwickel bewährt. Sie wirken entspannend und fördern die Ausscheidung von Stoffwechselabfällen und Schlacken aus dem ganzen Körper. Die Heilerfolge einer solch konsequent durchgeführten Kur sind durchweg ausgezeichnet.
Es bessert sich nicht nur die allgemeine Körperverfassung, was krankheitsverhütend wirkt, auch chronische Müdigkeit, Neigung zu Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Depressionen u.s.w. schwinden. Leiden, die den Gesundheitszustand erheblich beeinträchtigen werden beseitigt bzw. wesentlich gebessert. Besonders hervorzuheben sind hier:
- Erkrankungen der Verdauungsorgane (Magen, Darm, Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse)
- Stoffwechselleiden
- Herz- und Kreislaufschäden,
- Allergien
- Krankheiten der Atmungsorgane
- Rheuma
- Beschwerden von Seiten der Wirbelsäule
- Erkrankungen des vegetativen System (Nervensystem und Hormondrüsen)
- Nieren und Blasenleiden
- Akute und Chronische Hautleiden
- Pilzerkrankungen
- Migräne
Die erstaunliche Vielseitigkeit dieser Heilmethode erklärt sich daraus, dass die Schule Dr. Mayrs das gesamte Ernährungsproblem von einer grundsätzlich anderen Seite anpackt als üblich:
Unter Ernährung verstehen die meisten die Summe aller genossenen Speisen sowie deren Gehalt an Kalorien, Vitaminen, Mineralstoffen usw. Sie übersehen dabei, dass nur ein voll leistungsfähiger Verdauungsapparat dieses Angebot auch nutzbringend verwerten kann, denn "wir ernähren uns nicht von dem, was wir essen, sondern von dem, was unsere Verdauung daraus macht." Entscheidend für den tatsächlichen Ernährungswert ist nur das, was unser Körper aus all dem angebotenen herausholen kann.
Damit ist es aber bei den meisten sehr schlecht bestellt. Man bedenke: Jeder muss nach anstrengender Arbeit mal Ferien machen. Von unserer Verdauung dagegen, die wir nahezu täglich weit über Gebühr belasten, fordern wir jahrein, jahraus, Tag und Nacht Höchstleistung. Kein Wunder, dass der Darm dann schlaff, weit und arbeitsunwillig wird. Tatsächlich ist Trägheit unseres wichtigsten Verdauungsabschnittes, des Dünndarms (sie muss durchaus nicht mit Stuhlträgheit verbunden sein) eines der weit verbreitetsten und folgenschwersten Übel.
Indem wir dies behandeln, geben wir dem Körper 1. die Möglichkeit, die Nahrung voll auszunutzen - man ist daher bereits nach erstaunlich kleinen Portionen nachhaltig satt , zum 2. befreien wir den Körper von gefährlichen Zersetzungsstoffen, welche die Gesundheit stetig und nachhaltig untergraben.
Gesundheit ist kein Zufall, man muss vielmehr etwas für sie tun. Wem es zuviel erscheint, 2-4 Wochen für eine Kur zu opfern, sollte bedenken: Für seine Gesundheit keine Zeit zu haben bedeutet, oft bald sehr viel Zeit für seine Krankheit opfern zu müssen.
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